Museum für Lackkunst

Museen, Kultur & Freizeit

 
Eintrittspreise: 3 € (2 € ermäßigt),
 
2.000 Jahre Lackkunst in Europa, Ost- u. Südostasien u. der islamischen Welt, regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, Di. Eintritt frei, kostenlose Führungen jeden So. 15 h, auch Führungen n. Vereinbarung.,
 
rollstuhlgeeignet,
Bild Museum für Lackkunst
Freizeittipps

Glänzende Kostbarkeiten aus vielen Epochen

Museum für Lackkunst

Lack ist ein faszinierender Werkstoff, denn er vereint viele unterschiedliche Eigenschaften: Er verleiht Objekten Schutz und zugleich Schönheit, den Farben aber darüber hinaus auch Brillanz. Die Faszination für Lack und seine ästhetischen Möglichkeiten reicht weit in die Geschichte zurück – und überschreitet dabei Kontinente und die Grenzen zwischen Kulturen. Das Museum für Lackkunst zeichnet diese spannende Historie nach, die bereits im 6./5. Jahrtausend vor Christus begann. Die Sammlung des Museums, das sich in Trägerschaft der BASF in Münster befindet, ist eine Besonderheit innerhalb des Kulturangebots der Stadt: Sie umfasst etwa 2.000 Exponate aus unterschiedlichen Ländern, die dem Besucher in wechselnder Konstellation vorgestellt werden. Die kleinen, oft filigranen Stücke der Schausammlung sind übersichtlich nach ihren Herkunftsregionen und Techniken angeordnet. Ästhetik und Schönheit der lackierten Kunstwerke erschließen sich dem Betrachter auf den ersten Blick, ihre Kostbarkeit wird umso deutlicher, je mehr man über die aufwändigen Herstellungstechniken erfährt. Vom Reich der Mitte nach Europa Die Anfänge der Lackkunst finden sich in China, woher auch die ältesten Objekte der Sammlung aus vorchristlicher Zeit stammen. Eine Zeit, in der Lack auch in Japan bereits verwendet wurde. Mitte des 16. Jahrhunderts gelangten die ersten ostasiatischen Lackarbeiten über den Seeweg nach Europa und sorgten bei der höfischen Gesellschaft für Begeisterung und eine große Nachfrage. Bis ins 18. Jahrhundert hinein dauerte der Prozess, in dem sich die europäische Lackkunst von der ostasiatischen emanzipierte und eigene Ziertechniken sowie eine eigenständige Motivsprache entwickelte. Viel früher hatten sich schon die Traditionen der Lackkunst im islamischen Raum entfaltet, deren Anfänge bis in das späte 11. Jahrhundert zurückreichen. Indien, Persien und die Türkei gelten dabei in der Geschichte der Lacktechnologie als Brücke zwischen Asien und Europa. Das Museum für Lackkunst trägt in seiner einzigartigen Sammlung den Einflüssen einer Vielzahl von Kulturen und Epochen Rechnung. Das facettenreiche Repertoire zeigt die ganze Breite, vom Döschen für Räucherwerk im Miniaturformat bis hin zu prächtigen, mit Intarsien aus Perlmutt verzierten Truhen und Schränken. Regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen vertiefen Einzelaspekte der traditionellen Lackkunst wie der der Gegenwart.

Wo? Windthorststr. 26, City www.museum-fuer-lackkunst.de