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2 Fragen

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Wie in vielen Dienstleistungsberufen fehlt es in der Gastronomie aktuell fast überall an Personal. Warum eigentlich?  Wir haben 25 Köch*innen, Kellner*innen, Restaurantleiter*innen und Servicekräfte aus Münster – festangestellte Fachkräfte ebenso wie studentische Aushilfen – gefragt, warum sie sich für die Gastronomie entschieden haben. Und was ihnen an ihrem Job im Allgemeinen und speziell an der Arbeit in „ihrem“ Lokal gefällt. Und das ist so einiges, wie wir erfahren durften.

1. Warum hast Du dich für die Gastronomie entschieden?

2. Was gefällt dir an der Arbeit in „deinem" Lokal besonders?

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Küchenchef im BOK (Brust oder Keule)

Laurin Kux

Koch zu sein, ist schon ein genialer Beruf. Ähnlich wie bei Künstlern und Handwerkern beginnt man am Morgen mit einer Idee, hat am Abend bereits ein Ergebnis und bekommt im Idealfall auch sofort Resonanz. Ich liebe es, im Team zu arbeiten, Hand-in-Hand, wenn alle aufeinander angewiesen sind und gemeinsam versuchen, den Gast zu begeistern. Das Klischee von der Küche als Knochenmühle gilt heute kaum mehr. Ich habe mal kurze Zeit in Hamburg in einem Restaurant gearbeitet, da wurde man noch angeschrien, da flogen Pfannen. Das kann sich heute niemand mehr erlauben, weil die Mitarbeiter sich aussuchen können, wo und für wen sie arbeiten. In modernen Küchen geht es weniger hierarchisch, sondern eher team- und ergebnisorientiert zu. Natürlich geht auch mal was schief, aber dann redet man offen darüber und korrigiert es. Wenn man mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe kommuniziert und ihnen Selbstbewusstsein mit auf den Weg gibt, sind sie automatisch viel besser und interessierter und kommen gerne zur Arbeit. Ich kann von mir sagen, dass ich viele Freunde gefunden habe durch die Arbeit in der Gastronomie, eben weil man so eng im Team zusammenarbeitet. Und es wird nie langweilig. Man kann immer wieder Neues ausprobieren und hat nie ausgelernt. Ob auf Gourmet-Ebene oder anderswo: Etwas lernen kann man in jeder Küche, jeden Tag.

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Studentin der Anthropologie und Soziologie und Kellnerin im CAFÉ BISTRO T

Ronja Baudisch

1. Ich kellnere schon seit einigen Jahren. Das ist ein toller Kontrast zu meinem sonstigen Leben, dem Sitzen in Hörsälen und der Arbeit zu Hause allein am Laptop. Mir gefällt der Kontakt zu den Gästen, das direkte Feedback, die praktische Arbeit mit den Händen. Und man nimmt die Arbeit nicht mit nach Hause, auch nicht in Gedanken. Ein Job, der den Kopf frei macht und ein toller Ausgleich! 2. Ich habe mich für das „T“ entschieden, weil es gemütlich und persönlich ist und keine anonyme Massenabfertigung. Bei Google stand als Bewertung eines Gastes: „Stammkneipe, wie man sie heute nur noch selten findet“. Da hab ich zum Hörer gegriffen. Und die Entscheidung nicht bereut. Die Die Menschen kommen wegen der besonderen, familiären Atmosphäre und der Menschen gezielt hierher, nicht einfach, weil sie „irgendwo“ ein Bier trinken wollen. Ich freue mich jedes Mal auf die Arbeit, den Plausch mit Adelheid und Ralf, wenn’s mal etwas ruhiger ist, die netten Stammgäste, die im Handumdrehen meinen Namen kannten. Es ist schön, mal aus der „Studentenblase“ herauszukommen und Menschen zu treffen, die ich sonst vielleicht nicht kennenlernen würde, mal ein anderes Münster zu entdecken. Und

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Verwaltung & Servicekraft im Alten Gasthaus Leve

Paulina Brandt

1. Ich habe schon zu Schulzeiten angefangen, zu kellnern. Mir gefällt der Kontakt mit den Menschen, die Abwechslung. In der Gastronomie ist kein Tag wie der andere. 2. Ich bin hier vor sieben Jahren studienbegleitend angefangen zu kellnern und arbeite jetzt Vollzeit hier, im Service und in der Verwaltung. Mir gefiel von Anfang an die familiäre Atmosphäre. Die Familie Horstmöller – von der Seniorchefin bis zu ihren Enkeln –, das Team und die vielen Stammgäste sind für mich mittlerweile wie eine zweite Familie. Das Personal ist toll gemischt. Viele sind schon sehr lange hier und die, die neu anfangen, bleiben. Es gibt viel Beständigkeit. Man kann sich gut aufeinander einstellen und verlassen. Die Arbeitszeiten sind sehr arbeitnehmerfreundlich. Wir haben mittlerweile sonntags und an fast allen Feiertagen geschlossen. Ich gehe hier wirklich gern arbeiten.

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Reservierungsleitung und Oberkellnerin im Grosser Kiepenkerl

Andrea Maag

1. Ich liebe Menschen und deshalb finde ich auch meinen Beruf als Gastronomin so toll. Wir haben einfach das Riesenglück, immer ganz nah an allen besonderen Lebensumständen der Gäste zu sein, denn die Gründe, warum man essen geht, sind ja so vielfältig. Es sind (fast immer) die schönen Dinge des Lebens, die bei einem guten Essen gefeiert werden und wir dürfen daran teilhaben: das erste Date, ein Klassentreffen, die Hochzeitsfeier, Taufe, der Geburtstag, die Promotion oder einfach das Treffen mit Freunden und Familie. Ein großes Geschenk, den Traumberuf ausüben zu dürfen. 2. Im Gasthaus Großer Kiepenkerl bin ich inzwischen seit knapp fünf Jahren. Wertschätzung, Humor und achtsamer Umgang unter den 80 Kolleg*innen bedeuten mir in diesem Familienbetrieb sehr viel. Auch der Aspekt, dass beim Einkauf von Fisch und Fleisch das Tierwohl eine elementare Rolle spielt, gefällt mir sehr. Ich komme selbst vom Hof und weiß um die Extra-Anstrengung, die dafür hier im Gasthaus geleistet wird. Und es sind natürlich auch all die vielen tollen Gäste, denen ich täglich begegne. Einfach klasse – ein wunderschöner Arbeitsplatz!

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Küchenchef bzw. Servicekraft und Rezeptionistin in Vollzeit im Hotel-Restaurant Feldmann

Jan Kulpinski & Vanessa Below

1. Jan Kulpinski: Ich bin familiär vorbelastet. Meine Uroma hatte einen eigenen Hof mit Landwirtschaft und Tierzucht. Da wurde noch gewurstet und fast alle Lebensmittel selbst hergestellt. Als Stadt-Kind aus Bochum hat mich das begeistert und ich habe schon früh in der Küche mitgewirkt. Mit 6 oder 7 habe ich schon alle genervt, „ich will Koch werden“. Da führte kein Weg daran vorbei. Der Umgang mit den Lebensmitteln hat mir einfach immer am meisten Spaß gemacht. Nach der Schule bin ich direkt in die Ausbildung gegangen und habe es seither selten bereut. Das freie Gestalten der Speisekarte und das Kreieren neuer Gerichte als Chefkoch, die Arbeit im Team. Die Erfahrungen sind eigentlich durchweg positiv. 2. Vanessa Below: Ich bin nach meiner Ausbildung in der Waldhütte in Telgte und zwei spannenden Jahre im Heaven zu Feldmann gekommen. Was mir hier gefällt? Wir haben einen supernetten Chef und ein tolles, junges Team, das auch privat viel zusammen unternimmt. Außerdem die zahlreichen netten Stammgäste; die Atmosphäre ist richtig familiär. Normalerweise ist es üblich in der Gastronomie, eine Vielzahl von Stationen zu haben. Aber mir hat es hier so gut gefallen, dass ich geblieben bin, jetzt schon 10 Jahre lang, und ich habe es noch nie bereut. Natürlich gibt auch mal Tage, die stressig sind, aber die gibt es überall. Das Kommunikative, der Umgang mit den Gästen, das macht mir einfach Spaß. Allein in einem Büro zu arbeiten, das könnte ich gar nicht. Ein Vorteil ist auch die verlässlich geregelte Arbeitszeit, sonntags und montags habe ich immer frei.

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Lehramtsstudentin, Social Media- Woman & Betriebsleiterin des „Mittagstisch“ im Café Med

Nata Sologhashvili

1. Ich arbeite gerne im Team und mag den Kontakt mit Menschen – auch wenn es mal hektisch wird. In der Gastronomie kommt einfach nie Langeweile auf. 2. Ich bin als Au-pair-Mädchen nach Münster gekommen und das Café Med war mein erster Job in Deutschland. Jetzt arbeite ich schon seit 15 Jahren hier – mittlerweile parallel zum Studium. Unser Mittagstisch ist wie eine große Familie, viele Gäste kommen fast täglich. Teilweise kennt man die Gäste schon richtig gut und weiß, wann jemand zum Scherzen aufgelegt ist oder man ihn oder sie besser in Ruhe lässt. Etwas Menschenkenntnis und Empathie gehören auf jeden Fall zum Job. Das Team im Café Med ist auch super entspannt, jung und sehr studentisch geprägt.

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Co-Küchenleitung im GIVERNY (seit 11 Jahren im Team)

Sebastian Haves

1. Es war zugegebenermaßen nicht meine erste Wahl. Eigentlich habe ich eine abgeschlossene Ausbildung als Installateur. Während der Ausbildung haben meine Eltern Spaß am Kochen entwickelt und plötzlich gab es nicht mehr Miracoli, sondern wirklich leckere Sachen. Das hat mich inspiriert. Ich habe also an die erste Ausbildung eine zweite als Koch angehängt – und es nie bereut. Ich liebe die kreative Arbeit mit tollen Produkten. Und natürlich auch das direkte Feedback der Gäste, das wir über den Service erfahren, zum Teil aber eben auch unmittelbar von den Gästen selbst, die an unserer offenen Küche vorbeikommen. 2. Vor allem die familiäre und freundschaftliche Atmosphäre im Team. Das ist schon etwas Besonderes. Wir unternehmen oft gemeinsam etwas an unseren freien Tagen oder sitzen am Samstagabend noch ein wenig zusammen, nachdem die letzten Gäste gegangen sind. Der Gastronomie hängt ja immer noch der Ruf an, wir würden unsagbar viele Stunden machen. Ich habe hier ganz humane Arbeitszeiten, sonntags und montags frei und ansonsten einen normalen 8-Stunden-Tag – übrigens mit Gleitzeit. Denn wichtig ist nicht, dass wir zu einer bestimmten Zeit anfangen, sondern dass am Ende das Ergebnis stimmt. Wir würden uns aktuell über Verstärkung in der Küche freuen und dem neuen Kollegen oder der neuen Kollegin kann ich nur sagen: Man kann hier eine Menge lernen, absolut kreativ sein und sich voll einbringen.

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Gastronomischer Leiter im Früh bis spät am Campus und am Alten Steinweg

Tobias Traebert

1. Das war schon in der Schule so: Immer wenn es etwas zu feiern gab, war ich ganz automatisch für die Orga zuständig. Ich habe schnell gemerkt, das liegt mir und das macht mir Spaß. Also habe ich die Ausbildung im Hotel Krautkrämer begonnen und die Entscheidung nie bereut. Ich gehe einfach gerne mit Leuten um und mag es, gute Laune zu verbreiten. Das gehört schließlich auch zum Service in der Gastronomie. Die Leute gehen ja nicht aus, um schlechte Laune zu bekommen. Später habe ich noch die Wirtschaftsschule für Hotellerie und Gastronomie (Wihoga) in Dortmund absolviert. Das Früh bis Spät ist nach dem A2 und dem Sausalitos jetzt meine dritte Leitungsstelle. 2. Als ich davon hörte, dass Axel (Bröker) am Germania Campus ein zweites Früh bis Spät eröffnen wollte, habe ich ihn einfach angerufen, weil ich den Standort super finde und hier viel Perspektive sehe. Ich kenne Axel. Bei ihm ist immer einiges in Bewegung, der steht nie still. Er hat mir gleich die Betriebsleiterstelle für beide Früh bis Spät- Lokale angeboten und eine Perspektive, die ich mit meiner Familie vereinbaren kann. Wir haben drei Kinder. Da war es mir wichtig, dass die Work-Life-Balance stimmt. Die Chemie hat einfach von Anfang an gepasst. Außerdem mag ich Fußball, Kölsch, das Essen und diese ganze rheinische, stimmungsvolle Art von Gastronomie, wo man ungefragt ein Bier nachgestellt bekommt oder spontan mal die Musik aufdreht. Die Mischung aus Bar und Restaurant ist einfach abwechslungsreich und mir gefällt auch das buntgemischte Publikum vom 18-Jährigen bis zum Rentner.

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Frontmann und gute Seele im Spooky´s (seit 15 Jahren)

Marc Frehmeyer

1. Um nebenher Geld zu verdienen, habe ich im Studium mit dem Kellern angefangen und schnell gemerkt: Das ist genau mein Ding. Als Nachteule kommen mir die Arbeitszeiten absolut entgegen und das Arbeiten im Team macht einfach Spaß. Auch das Organisatorische gefällt mir und der Job ist wirklich abwechslungsreich. Eigentlich passiert jeden Abend etwas, mit dem ich nicht gerechnet habe – besonders hier im Spooky‘s. 2. Das Spooky‘s ist schon speziell. Es ist keine Standard-Kneipe, aber auch so ziemlich das Gegenteil eines Hipster-Ladens. Hier ist nichts konzipiert. Für viele Gäste ist die Bar so etwas wie ihr zweites Wohnzimmer. Es ist einfach unkompliziert und man kommt schnell untereinander ins Gespräch. Ich schätze diese Atmosphäre sehr. Selbst wenn ich mal nicht gut drauf bin, Probleme mit mir rumschleppe: Beim Arbeiten hier ist das irgendwann vergessen. Ich glaube, das Spooky’s hat für viele Gästen den gleichen Effekt. Und ganz wichtig – ich habe ehrlich noch nie auf die Uhr geschaut und gedacht: ‚Boah, noch drei Stunden arbeiten.‘ Wer kann das schon von sich sagen?

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Seit 12 Jahren „Anker“ im Service im Fischrestaurant kleine Welt

Sibel Dirican

1. Weil’s Spaß macht! Ich wollte das immer machen! Ich habe im Tryp Hotel in Münster Hotelfachfrau gelernt und bin direkt nach Ende der Ausbildung zu Michael und Susanne in die Kleine Welt gekommen. Mir macht die Gastronomie Spaß, der Umgang mit den Gästen, Wohlfühlatmosphäre zu verbreiten. Wenn es den Gästen hier gut geht, geht es mir auch gut. 2. Die gute, familiäre Atmosphäre. Ich fühle mich hier wie ein Familienmitglied. Ich zähle als Mensch, nicht nur als Arbeitskraft. Das Team ist sehr nett und kollegial. Ich kenne alle Gäste – und sie kennen mich. Hier zu arbeiten, macht mir einfach Spaß!

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Bild Tomke Kampmann & Benoît Babajee
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Jungkoch bzw. Serviceleiter in der Glocke

Tomke Kampmann & Benoît Babajee

1. Benoît: Es gefällt mir, unterschiedlichen Leuten zu begegnen, sie zu bewirten. Es freut mich, wenn sie mit einem Lächeln gehen und gerne wiederkommen. Das erfüllt mich mit Stolz. Tomke: Ich habe zunächst ein Studium begonnen, mich dann aber doch gegen diese Laufbahn entschieden. Ich wollte etwas Handfestes. Kochen hat mir schon immer gefallen. Ich liebe es, Menschen mit so etwas Banalem wie Essen glücklich zu machen. 2. Benoît: Die Küche ist wirklich ausgezeichnet. Dazu die hochwertigen Weine und unser gastorientierter Service – das gefällt mir sehr gut. Wir sind hier ein wirklich kleines Team und verstehen uns super. Es gibt eine tolle Harmonie zwischen Küche und Service. Tomke: Ich komme aus Kiel und mich hat ganz klar die Perspektive mit André Skupin zu arbeiten hierher gelockt, die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig etwas zu lernen. In unserem kleinen Team kann man sich super einbringen. Und wie Benoît schon sagte: Wir verstehen uns bestens und haben ein freundschaftliches Verhältnis. Wir sitzen immer nach Feierabend noch mit allen zusammen und treffen uns auch privat. Die Trinkgelder sammeln wir für kulinarische Ausflüge: Letztens waren wir alle in einem tollen Restaurant in Holland!

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Chef-Barkeeper im Mocca d´or

Tarek Aini

1. Ich habe schon mit 15 neben der Schule angefangen, in der Gastronomie auszuhelfen. Und eigentlich nie mehr damit aufgehört. Auch später neben dem Lehramts-Studium war das immer ein toller und praktischer Nebenerwerb – mit flexiblen Arbeitszeiten und sehr kommunikativ, das mag ich. 2. Als Servicemitarbeiter im Mocca d‘or muss man flexibel sein. Bei uns lernen alle alles: das Kellnern, die Getränkeausgabe an der Theke und den Umgang mit den Gästen. Ich arbeite am liebsten hinter der Theke. Da habe ich meinen eigenen Bereich, für den ich verantwortlich bin und arbeite neue Mitarbeiter ein, damit die mit den Getränken und der Kasse klarkommen. Das ist sehr abwechslungsreich, weil immer viel los ist und ich alles im Blick behalten muss. Gleichzeitig ist man Barista. Und auch das ist anspruchsvoll, denn die Qualität eines Kaffees hängt nicht allein von den Bohnen und der Maschine ab, sondern auch vom Geschick und der Schnelligkeit des Baristas. Hinter der Theke muss alles immer schnell gehen. Es macht mir Spaß, zu erleben, wie alle eingespielt Hand in Hand arbeiten. Ich schätze aber auch die Gespräche mit den Gästen vor der Theke. Am liebsten arbeite ich in der Spätschicht von 17 bis 1 Uhr, weil da immer besonders viel zu tun ist und die Zeit im Flug vergeht.

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Kellner im Pier House

Gonzalo Ehricht

1. Ich bin als Aushilfe in der Familie gestartet. Da war ich noch keine 18. Im Sabroso und La Pachanga, das waren lateinamerikanische Restaurants, die es heute nicht mehr gibt. Dort habe ich auch gelernt Cocktails zu mixen. Ich bin gebürtig aus Peru und irgendwann bin ich dorthin zurück, um zu studieren. Ich wollte Industrie-Ingenieur werden, aber letztendlich hat mir die Gastronomie doch besser gefallen und ich habe dort schon wieder fest in einer großen Diskothek gearbeitet. Seit 2016 bin ich mit Frau und Kindern zurück in Münster. 2. Das Pier House ist ein großes Lokal. Hier ist immer etwas los und die meisten Gästen bringen gute Laune mit – sonst geht man nicht in ein Latino-Lokal. Das Persönliche steht bei uns im Mittelpunkt, es geht um ungekünstelte Gastfreundschaft. Man muss schon Lust haben, mit Menschen zu kommunizieren. Ich mag es, viele verschiedene Menschen zu treffen, Empfehlungen zu geben, mit den Gästen zu reden. Und natürlich mag ich Nicolas meinen Chef, obwohl er Argentinier ist (lacht!).

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Kellner im Macellum

Shero

1. Eigentlich habe ich Groß-und Außenhandelskaufmann gelernt. Gastronomie hat mir aber immer schon sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mit 16 Jahren als Schüler angefangen zu kellnern. Das hat nicht nur mein Taschengeld ziemlich aufgebessert, es war auch ein toller Ausgleich zum Lernen. Und ich habe eigentlich nie damit aufgehört, auch nicht nach dem Fachabi während der Ausbildung oder später als Zivi. Ich habe mich dann mit einer Pizzeria selbständig gemacht, aber die ist leider Corona zum Opfer gefallen. Ich liebe die Begegnung und den Austausch mit unterschiedlichen Menschen. Entweder man mag die Gastro oder nicht. Ich liebe sie! 2. Ich arbeite jetzt seit einem Jahr hier – und das jeden Tag gerne! Ich war hier schon immer gerne zu Gast und mochte das Lokal, die Terrasse und das Team. Deswegen habe ich mich fürs Macellum entschieden. Die Atmospäre ist sehr familiär und bezieht jeden – vom Barkeeper bis zur Reinigungskraft – mit ein. Die Stimmung ist locker, die Hierarchie extrem flach. Eigentlich sind hier alle gleich. Die Chefs stehen genauso hinter der Theke wie die Angestellten. Und die Bezahlung ist sehr fair. Ich habe beides kennengelernt und kann nur sagen: Man kann in der Gastro genauso viel verdienen wie im kaufmännischen Bereich.

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Restaurantleiter in der Villa Medici

Mirko Maggi

1. Weil ich es liebe! Angefangen hat diese Liebe 1992 mit der Ausbildung zum Hotel- und Restaurantfachmann in Bari in Apulien. Seit 1998 lebe ich in Münster. Anfangs habe ich hier im Heidekrug gearbeitet, danach mehr als zehn Jahre lang bei Da Aldo am Hiltruper See. Seit 2014 bin ich in der Villa – und fühle mich hier absolut wohl. Ich liebe eigentlich alles an meinem Beruf, vor allem den Umgang mit den Gästen. Es ist ein schönes Gefühl, zu spüren, dass die Gäste sich wohlfühlen, mit dem Service, mit Küche und Keller zufrieden sind. Im Service bin ich wie ich bin - mit meinen Sprüchen, mit Spaß und Leidenschaft. Diese italienische Art, dem Gast zu begegnen, respektvoll, aber ohne sich zu verbiegen oder devot zu sein – das wissen die Gäste zu schätzen. 2. Wir arbeiten in der Villa Medici auf allen Ebenen auf einem sehr professionellen und hohen Niveau. Das ist wie beim Fußball in der 1. Liga zu spielen. Das macht mir ungeheuren Spaß – genauso wie die Arbeit in unserem Team.

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Service im Grillrestaurant Spelunke

Mamun Sarker

1. Ich bin in Münster schon seit fast 10 Jahren im Service unterwegs – und das ausgesprochen gerne. Mir gefällt es, mit und für Menschen zu arbeiten – und das buntgemischte Publikum, das ich dabei treffe. Eine tolle Gelegenheit, viele verschiedene Kulturen kennenzulernen. 2. Zuerst einmal natürlich der offene Grill und die offene Küche. Mir gefällt diese Offenheit, dass die Menschen sehen, wie wir hier arbeiten. Mit gefällt auch der Name sehr gut. Alle im Team sind sehr nett und freundlich. Und die Lage direkt am Wasser ist ein Traum. Der Hafen hat gerade im Sommer eine tolle Atmosphäre – und die Gäste sind immer gut gelaunt!

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Bankettkoordination & Administration im Landgasthof Pleister Mühle

Aschkan Akbari

1. Ich mag den Umgang mit Menschen. Ich bin von Herzen Gastgeber und freue mich täglich auf die spannende Aufgabe, sämtliche Betriebsabläufe im Blick zu behalten und alle Herausforderungen des Tagesgeschäfts zur Zufriedenheit der Gäste zu meistern: frische regionale Küche anzubieten, tolle Weine und innovative Cocktailkreationen. 2. Wir begegnen unseren Gästen stets mit persönlicher Wertschätzung und professioneller Hingabe. Ich liebe auch die Abwechslung im Programm. Unser Ziel ist es, einen genussvollen und entspannten Aufenthalt zu bieten – egal, ob für ein paar schöne Stunden zu zweit, eine Festlichkeit im Familienkreis oder für die große Hochzeitsparty. Speziell die Herausforderung, solche großen Events im Team zu organisieren und während der gesamten Planungs- und Ausrichtungsphase zu begleiten, macht mir Spaß. Wenn es am Ende für alle ein unvergessliches Fest war und wir es wieder geschafft haben, den perfekten Rahmen für ein paar unbeschwerte Stunden anzubieten, dann geht man schon mit einem sehr guten Gefühl nach Hause.

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Restaurantleiterin in Holstein´s Butter Bar

Christina Schmidt

1. Ich schätze die Gastronomie als unglaublich facettenreiches Arbeitsfeld mit vielen unterschiedlichen Aufgaben und interessanten Menschen: So gleicht kein Tag dem anderen. Langeweile oder Eintönigkeit kommen hier garantiert nicht auf. Außerdem lernt man immer wieder Neues über Speisen und Getränke aus aller Welt. Das Zusammenspiel daraus ist total spannend und macht einfach Riesenspaß. 2. Seit 10 Jahren bin ich Teil der Holstein-Family. Angefangen hat alles mit einem Nebenjob im Service – da war ich noch eine Schülerin, die ihren Führerschein finanzieren wollte. Auch während des Studiums habe ich dort weiter gejobbt. Als ich nach einem Auslandsjahr in Spanien zurückkam und sich die Möglichkeit ergab, bei Holstein weiterzumachen, habe ich keine Sekunde gezögert. Seitdem habe ich die unterschiedlichsten Bereiche durchlaufen, durfte vieles kennenlernen und ausprobieren. Auch bei Weiterbildungen neben der Arbeit wurde ich immer von Seiten Holsteins unterstützt. Heute leite ich das Team der Butter Bar, bin erste Ansprechpartnerin für unsere Gäste, arbeite neue Teammitglieder ein und kümmere mich in Absprache mit den Helmrichs und der Küche um Speisekartenänderungen & Co. Besonders stolz bin ich auf das Delikatessen-Sortiment: Holstein bietet ein einzigartiges Angebot, das Menschen aus ganz Deutschland nach Münster zieht. Es macht total Spaß, die Gäste zu unseren Spezialitäten zu beraten und im Anschluss ihr begeistertes Feedback mitzubekommen. Gegenseitige Wertschätzung und ein familiäres Arbeitsklima tun ihr Übriges, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz sehr wohl fühle. Das Team der Butter Bar besteht aus jungen Leuten in verschiedenen Lebenslagen. Wir lernen voneinander und verbringen auch außerhalb der Arbeit gerne Zeit miteinander. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass noch mehr junge Gäste auf das tolle Konzept der Butter Bar aufmerksam werden.

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Küchenchef in Münsters Esszimmer

Robin Strietholt

1. Gutes Essen war in unserer Familie immer etwas Wichtiges. In bin in Hiltrup aufgewachsen. Meine Mutter ist Französin, meine Oma war eine Zeitlang Köchin in einem Herrenhaus. Zuhause und im Urlaub wurde immer groß gekocht, z.T. umfangreiche Menüs. Das hat mir als Kind schon Spaß gemacht. Mit 14 habe ich dann schon erste Praktika in Restaurant-Küchen gemacht, sogar im Urlaub in einer Patisserie bei Orleans und schnell gemerkt, da möchte ich hin. Meine Ausbildung zum Koch habe ich dann in der Domschenke Groll in Billerbeck absolviert. Danach war ich als Chef de Partie in der Villa Medici, anschließend im Culinarium im Torhäuschen und im Kleinen Kiepenkerl. 2. Von Anfang an konnte ich hier eigene Ideen mit einbringen. Es wird viel im Team entschieden. Jetzt als Küchenchef kann ich die Karte selbst konzipieren und kochen, worauf ich Lust habe. Natürlich immer in Absprache mit dem Rest vom Team. Die Arbeitszeit außerhalb der Öffnungszeiten kann ich mir selbst einteilen. Das ist genial und gibt mir viel Raum, Neues auszuprobieren. Wir haben hier ein sehr junges Team, mit dem es richtig Spaß macht. Wir arbeiten Hand in Hand. Und es gibt niemanden der sagt: ‚Das machen wir schon 20 Jahre so!‘

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Restaurantleiter im Pasta et Basta al porto

Ermanno Mangano

1. Ich bin in Italien in eine Gastronomiefamilie hineingeboren. So lange ich denken kann, hat mein Vater ein Restaurant geleitet. Für mich waren diese Lokale immer eine Art zweites Zuhause. Ich kenne es gar nicht anders und könnte mir gar nicht vorstellen, z.B. in einem Büro zu arbeiten, das wäre mir viel zu langweilig. Ich liebe den Kontakt zu den Gästen und die Herausforderung, spontan reagieren zu müssen. Irgendetwas Unerwartetes passiert in einem Ristorante eigentlich jeden Tag. Das gefällt mir und natürlich – die Arbeit im Team. 2. Mit 14, als wir noch in Italien wohnten, habe ich bereits bei meinem Vater hinter der Bar geholfen. Das hat sich durchgezogen, bis wir später in Münster unseren Familienbetrieb eröffnet haben. Aber irgendwann muss man sich lösen von Zuhause. 2014 habe ich zunächst ein halbes Jahr im Pasta e Basta al Porto ausgeholfen und mich direkt in den Laden verliebt. 2017 bin ich dann ganz dorthin gewechselt – als Restaurant-Leiter. Die Aufgabe teile ich mir mit Rino Tortorelli und es macht uns riesigen Spaß, auch weil Alessandro, der Inhaber, uns vertraut, in dem, was wir tun. Wir können sehr eigenständig arbeiten. Das beflügelt. Außerdem sind unsere Gäste supernett – viele sind Stammgäste. Eigentlich sind wir alle, Team und Gäste, wie eine große Familie.

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Service im Restaurant Orléans

Katja Merschjohann

1. Begonnen habe ich mit der Arbeit in der Gastronomie hier im Orléans während meines Lehramtsstudiums. Irgendwann ist das Studium mehr und mehr in den Hintergrund getreten. Als ich mich dann schließlich für die Gastronomie und gegen mein Studium entschieden habe, habe ich mich damit sofort wohlgefühlt. Ich liebe die Arbeit im Service, man hat viel mit Menschen zu tun. Jeder Abend ist anders. Das wird nie langweilig. Und man bekommt jede Menge gute Resonanz. 2. Wir sind hier ein kleines, tolles Team und verstehen uns blendend. Das geht weit über ein normales Arbeitsverhältnis hinaus. Christiane ist eine tolle Chefin, die uns nach Kräften unterstützt. Auch mit meiner Kollegin Manuela und den Aushilfen bin ich freundschaftlich verbunden. Das passt einfach alles. Zudem haben wir viele Stammgäste. Und wenn die das Restaurant betreten, ist es auch immer ein wenig so, als würde man alte Freunde treffen. Man kennt und schätzt einander.  

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