LWL-Museum für Kunst und Kultur

Museen, Kultur & Freizeit

Im Herbst 2014 neueröffnetes Museum in imposantem Neubau mit großer Sammlung vom Mittelalter bis zur Gegenwart. (Highlights u.a. August Macke, Edvard Munch, Ludwig Kirchner, Frans Marc, Otto Dix, Carl Blechem, Ludger tom Ring d.Ä. u. J.). Wechselnde Ausstellungen

 
Eintrittspreise: s. Homepage,
 
lebhaftes Programm mit Führungen, Vorträgen, Filmen und Konzerten (siehe Internetseite),
 
rollstuhlgeeignet, Freies Wlan,
Bild Macke in Münster
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Kultur-Tipp

Macke in Münster

NEU | Macke in Münster. Ausstellung im LWL-Museum.

In einer großen Ausstellung zeigt das Museum für Kunst und Kultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bis zum 5. September die Ausstellung „August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin“.

Erstmalig zeigt eine Ausstellung das Wirken von Elisabeth Macke-Erdmann, ihre Netzwerke und ihre Bedeutung anhand von Werken des Künstlers August Macke. Die Kunstwerke stammen aus der umfangreichen Macke-Sammlung des Museums und werden durch einzelne Leihgaben ergänzt.

Der bekannte expressionistische Maler August Macke, geboren 1887 im sauerländischen Meschede, hat über 200-mal seine Frau porträtiert.

Elisabeth, geboren 1888 in Bonn, inspirierte ihn nicht nur zu ausdrucksstarken Portraits, sondern auch zu Kunstwerken mit bunten Modegeschäften und flanierenden Spaziergängerinnen und Spaziergängern. Doch Elisabeth – „mein zweites Ich“, wie er sie nannte – war noch mehr für den jungen Künstler als nur Modell und Muse. Sie managte sein Künstlerdasein. Elisabeth Macke kümmerte sich um den Verkauf seiner Werke und brachte den Maler mit Persönlichkeiten aus Kunst und Wirtschaft zusammen.

Wenige Monate nach seinem frühen Tod im Jahr 1914 – August Macke fiel im Ersten Weltkrieg an der französischen Front – begann Elisabeth die Geschichte ihrer Liebe aufzuschreiben, um ihren zwei Söhnen ein Bild des Vaters zu bewahren. Sie verlor auch Ihren zweiten Ehemann Lothar Erdmann, der im KZ Sachsenhausen ermordet wurde. Im Zweiten Weltkrieg rettete sie die Werke und Briefe ihres ersten Ehemannes vor den Bombenangriffen. Bis zu ihrem Tod 1978 arbeitete sie gegen das Vergessen an – mit Erfolg: August Macke gilt heute als einer der namhaftesten Maler des deutschen Expressionismus. „Dieses Verdienst gebührt Elisabeth Macke, einer modernen, starken Frau, die in zwei Weltkriegen zwei Ehemänner verlor, aber niemals den festen Willen, das Ansehen von Macke zu steigern“, erklärt die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Tanja Pirsig-Marshall.

Parallel zu der umfangreichen Macke-Ausstellung findet in der Studiogalerie des Museums die Familienausstellung „August und das Zirkuspferd“ statt. Die Kunstreiterin mit ihrem eleganten Tütü, die Clowns an ihrer Seite, Zirkuspferde & Co. August Macke liebte den Zirkus und hielt immer wieder Szenen und Stars aus der Manege fest. Die Schau gibt einen Einblick in diese bunte faszinierende Welt.

Interaktive Elemente in „August und das Zirkuspferd“ laden Kinder ab drei Jahren, ihre Familien und Freunde ein, kreativ zu werden und spielerisch in die Kunst August Mackes einzutauchen.

Buchungen für Touren in beiden Ausstellungen (auch online) nimmt ab sofort der Besucherservice entgegen unter besucherbuero@lwl.org oder Telefon 0251 5907-201.

Gefördert wird die Ausstellung „August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin“ von der Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung.

Wo? LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, Innenstadt.

Fotos: LWL/Neander/Ahlbrand-Dornseif